Afrikanisch-karibische Rhythmen, mediterrane Parks & hessisch Gebabbel
The Author behind Smile4Travel

I am Stefanie, my passion is my passport and travelling makes me smile since I have started exploring the world on my own back in 2007. Since then I have visited almost 40 countries and counting. As a travel enthusiast with a big love for writing and photography, my mission is to share my experiences, individual travel tips and personal insights combined with eye-catching pictures on my Blog and Instagram (German & English). Born in Thuringia,(Germany), I have lived in Würzburg, Cape Town, Frankfurt and Nuremberg. Now Shanghai (China) has become my new travel hub since the beginning of 2018. Just click to find out more about my person, the blog and my references.

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Bayerisches Nizza Aschaffenburg

“Hebt die Hände hoch, hebt, hebt die Hände hoch!”, feuert Samy Deluxe die in bunte Regenponchos gehüllte Menge an. Hoch die Hände für alle, die zum 20-jährigen Jubiläum des Afrika-Karibik-Festivals zwischen Regen, Matsch und Pfützen das Motto “One Race Human” feiern, und zu seinen und den Beats von Gentleman & KY-Mani Marley, Rea Garvey und Felix Jaehn jubeln und tanzen.

Afrika-Karibik-Festival Aschaffenburg

Denn das Wetter an den vier Festivaltagen war leider wahrlich nicht karibisch, obwohl uns doch in den Wochen zuvor Temperaturen bis zu 35 Grad ganz schön ins Schwitzen gebracht haben. Wie auch immer. Trotz herbstlichen Wetterverhältnissen hat sich der Aschaffenburger Volksfestplatz auch in diesem Jahr wieder in ein großes Festivalgelände mit Weltbasar verwandelt, auf dem man von Kunsthandwerk und orientalischen Lampen, über afrikanische Musik, buntem Schmuck und Klamotten bis hin zu Kulinarischem aus Ghana oder Zentralafrika alles finden konnte, was das afrikanisch-karibische Herz begehrt.

Afrika-Karibik-Festival-Aschaffenburg Afrika-Karibik-Festival-Aschaffenburg Afrika-Karibik-Festival-Aschaffenburg

Und wenn das Wetter in Aschaffenburg schön ist, lässt es ich hier noch prächtiger aushalten. Aschaffenburg ist nämlich einer der sonnenreichsten Flecken Frankens. Hier genießen Einheimische wie Besucher die vielen Parkanlagen, die die gesamte Stadt durchziehen. Da Aschaffenburg eine Stadt der kurzen Wege ist, lässt sich der Einkaufsbummel ganz leicht z.B. mit einem Picknick verbinden, oder die Mittagspause mit einem Spaziergang an der frischen Luft.

Grün, grüner, am Grünsten: Parkanlagen in Aschaffenburg

Insgesamt zwölf historische Parkanlagen zählt die 70.000-Einwohnerstadt Aschaffenburg, die nicht nur wegen der vielen Sonnenstunden mediterranes Flair versprüht. Einen großen Teil dazu tragen die südländischen Pflanzen bei, die König Ludwig I. importieren ließ und damit sein “Bayerisches Nizza” schuf.

Der markanteste Punkt Aschaffenburgs ist sicherlich das Schloss Johannisburg, das direkt zwischen Innenstadt, Mainufer und Schlossgarten liegt und die fränkische Krone bildet.

Bayerisches Nizza Aschaffenburg

Die ehemaligen Wohnräume der Kurfürsten sowie Erzbischöfe von Mainz und später von König Ludwig I. beheimaten heute so einige historische Highlights: die staatlichen Sammlungen, moderne Werke regionaler Künstler und auch Kuriositäten, wie die weltgrößte Korkmodell-Ausstellung. Ja, richtig gelesen: Mitte des 18. Jahrhunderts war es hipp, mit Kork zu basteln. Carl May, seineszeichen Koch und Hofbäcker, nahm es mit dem Hobby etwas ernster und baute historisch bedeutende Bauwerke, wie das römische Kolosseum oder den Pantheon aus Kork nach, ohne jemals in Italien gewesen zu sein.

Korkmodellausstellung Aschaffenburg

Bis zur offiziellen Eröffnung des Christian Schad Museums in der Kunsthalle Jesuitenkirche sind im Schloss Johannisburg auch Werke der international bekannten Künstler Ernst Ludwig Kirchner und Christian Schad zu sehen.

Kunstsammlung Schloss Johannisburg Kunstsammlung Schloss Johannisburg Kunstsammlung Schloss Johannisburg

Fun Fact: Das Schloss Johannisburg hat es sogar schon mal in die Werbekampagne einer globalen Airline geschafft, die ihre Flugverbindungen in die südafrikanische Stadt Johannesburg anpreisen wollte. Aus einem “e” wurde dabei versehentlich ein “i” und seitdem schmunzeln die Aschaffenburger über diese recht einmalige Verwechslung. Schließlich waren es nicht wenige Flyer und Broschüren, die dadurch zeitweise die Umrisse des Schlosses Johannisburg zierten.

Vom Schloss selbst ist leider nur noch das Eingangstor original erhalten. Denn im Zweiten Weltkrieg wurde es von den Allierten völlig zerstört. Diese historische Epoche und der Wiederaufbau des Schlosses sind im Museum beeindruckend dokumentiert.

Schloss Johannisburg Aschaffenburg

Schloss Johannisburg

Hinter dem Schloss Johannisburg erstreckt sich der Schlossgarten mit dem Pompejanum, dem weltweit einzigen Nachbau einer italienischen Villa aus Pompeji, sowie die Saint-Germain-Terrasse, die ihren Namen von der französischen Partnerstadt Saint-Germain-en-Laye erhalten hat. Von hier genießt ihr einen wunderbaren Blick auf das Schloss und den Main, an dessen Hängen sich Weinreben anschmiegen. Wer etwas tiefer in die Geschichte des antiken Roms eintauchen möchte, sollte auf keinen Fall eine der öffentlichen Führungen im Pompejanum verpassen, die äußerst interessante Einblicke geben, wie zum Beispiel die Führung “Sex & Crime”, die Besucher vor authentischer Kulisse in die Abgründe des römischen Sittenlebens entführt.

Pompejanum Aschaffenburg Saint-Germain-Terrasse

Mediterranes Flair herrscht auch in den verbleibenden Parks der Stadt: Der Park Schöntal ist vor allem aufgrund seines Magnolienhains berühmt, der im Frühjahr (zwischen März und April) in voller Pracht erblüht. Die verwunschene Ruine eines ehemaligen Beginenklosters liegt inmitten eines kleinen See, der zusätzlich noch von einst ausgesetzten und nun heimisch gewordenen Wasserschildkröten besiedelt wird.

Park Schöntal Ascahffenburg

Das Tolle am Park Schöntal: Er schliesst sich direkt an die Innenstadt an und trotz der Nähe zum Stadtkern ist es hier so ruhig, dass ich mich fühle als wäre ich in einem anderen Stadtteil. Doch nur innerhalb weniger Minuten bin ich wieder in die Stadt gelaufen und kann in der City-Galerie meine Erledigungen machen.

Wenn ihr den Park Schöntal stadtauswärts durchquert, stoßt ihr auf die Großmutterwiese, einem beliebten Spielplatz für Groß und Klein. Dort werden die Picknick-Decken ausgebreitet und es wird gegrillt, Kinder spielen und Omis genießen die Ruhe auf der Parkbank. Den Ausflug dahin und die angrenzende Fasanerie habe ich mir aufgrund des doch eher bescheidenen Wetters diesmal allerdings gespart. Dafür habe ich mich im stylisch eingerichteten Il Cucinaio mit italienischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen.

Il Cucinaio Il Cucinaio

Das ist das Besondere an Aschaffenburg: Kulturell ist hier absolute Vielfalt geboten. Abgesehen von diversen international ausgerichteten Lokalen, bekommt man natürlich auch alles geboten was das bayerisch-fränkische Herz an Speisen – und vor allem Getränken begehrt: Vom fränkischen Wein, über bayerisches Bier, sogar bis hin zum hessischen Ebbelwoi. Das ist der Nähe zum Nachbarbundesland Hessen “geschuldet” und durchaus ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt im “Dreiländereck Bayern-Hessen-Franken” :). Und damit nicht genug: Sogar der original Hamburger Fischmarkt gastiert seit 1992 einmal jährlich auf dem Schlossplatz und eröffnet den event-reichen “Sommer in Aschaffenburg”. Der nächste Fischmarkt findet vom 19. bis 29. April 2018 statt. Bis dahin könnt ihr aber erstmal noch den restlichen Sommer genießen, oder einen bunten Herbstbesuch in Aschaffenburg planen.


Dieser Artikel ist im Rahmen der Kampagne “Die Fränkischen Städte” in Kooperation mit dem Tourismusverband Franken entstanden. Insgesamt 14 Städte habe ich im Sommer 2017 bereist und dabei die schönsten Sommer Events der Region erlebt, natürlich immer mit Blick auf die Stadt selbst und ihre Besonderheiten.

Hier geht´s zu den Artikeln von:

Ansbach – Rokoko, Skulpturen & Ansbach Open

Bamberg – Mediterranes Flair in der Stadt auf sieben Hügeln

Bayreuth – Wagner, Wilhelmine, Weizen, Wurst & Wunderbares

Coburger Designtage & “CO”: Im Schmelztiegel von Design und Kultur

Dinkelsbühl – Heimatliebe, bunte Fassaden & #BasicGermanWords

Eichstätt – Zwischen Barock, Minimalismus und Romantik

Erlangen – Von Frankreich bis zum Nordseestrand: Wie ein Besuch in Erlangen zum Kurzurlaub wird

Fürth(er) – Kleeblatt, Kärwa & Kultur

Kulmbach – Gelebte Biergeschichte & fränkische Tapas

Nürnberg – Stadtoasen & meine Lieblingsplätze in St. Johannis

Rothenburg ob der Tauber – Fränkische Romatik, anyone!? Auf asiatischen Spuren durch Rothenburg

Schweinfurt – Industriegeschichte trifft auf Kunst & Straßenmusik

Würzburg – maine Perle

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