Samuel H. Boardman Scenic Corridor: Fotoguide für Oregon's wilde Küste
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Zerklüftete Felsformationen, dramatisch ins Meers abfallende Klippen und kleine versteckte Buchten: Der Samuel H. Boardman Scenic Corridor ist einer der beeindruckendsten Küstenlandschaften, die ich bisher gesehen habe und somit definitiv eines meiner Roadtrip-Highlights auf dem Pacific Coast Highway 101 von Portland nach San Francisco. Der kleine Statepark, übrigens nach dem ersten Statepark Direktor Oregons benannt, erstreckt sich auf nur 19,3 km / 12 Meilen zwischen den Orten Gold Beach und Brookings an der Südküste Oregons. Mit seinen atemberaubenden Ausblicken auf die vorgelagerten Inselchen, an denen riesige Wellen brechen, bildet der Samuel H. Boardman Scenic Corridor allerdings den Höhepunkt Oregons wilder Küste, wenn ihr diese von Nord nach Süd bereist.

Samuel H. Boardman Scenic Corridor Samuel H. Boardman Scenic Corridor

Im Vergleich zu den langen, breiten Sandstränden in der Mitte und im Norden Oregons ist dieser Küstenabschnitt nahe Kalifornien einzigartig schön und eindrucksvoll zugleich. Die Gewalt des Pazifiks wird an jeder Ecke deutlich, vor allem in den Wintermonaten, der offiziellen Sturm-Saison.

Samuel H. Boardman Southern Oregon Coast

Viele kurze Wanderwege führen zu Aussichtspunkten, von wo aus ihr die zurklüftete Küste des Samuel H. Boardman bewundern könnt. Nicht jeder Spot ist offensichtlich und leicht erreichbar. Doch die große Auswahl an geschützten, versteckten Stränden sowie erhöhnten Aussichtspunkten macht die Gegend zu einem Paradies für Entdecker. Egal ob ihr einzigartig geformte Sandsteine von leicht zugänglichen Aussichtsplattformen bewundern möchtet, oder lieber eine abenteuerliche Wanderung auf euch nehmt, um das Naturspektakel aus nächster Nähe bestaunen zu können: Samuel H. Boardman bietet genügend Möglichkeiten.

Samuel H. Boardman Scenic CorridorSamuel H. Boardman Scenic CorridorSamuel H. Boardman Scenic Corridor

Arch Rock

Arch Rock ist der erste Stop im Samuel H. Boardman Scenic Corridor, wenn ihr aus dem Norden kommt. Vom Parkplatz aus sind es gerade einmal 5 Minuten zu Fuß, bis ihr den Aussichtspunkt erreicht und sich der große bogenförmige Felsen mit Loch in der Mitte vor euch eröffnet. Da der Arch Rock so bequem erreichbar ist, ist dieser Spot bei vorbeikommenden Roadtrippern und Fotografen gleichermaßen beliebt. Dennoch haben wir während unseres Winter-Roadtrips entlang der Küste Oregons hier nur ein paar wenige Einheimische getroffen. Im Sommer ist dieser Spot allerdings wahrscheinlich um einiges mehr besucht.
Gut zu wissen: Der Arch Rock Parkplatz verfügt über Toiletten. Vorsicht: Poison Oak (Eichenblättrige Giftsumach) ist hier verbreitet.

Samuel H. Boardman Scenic Corridor Arch Rock Samuel H. Boardman Scenic Corridor Arch Rock

Natural Bridges

Folgt man diversen Fotoplattformen, findet man unter Samuel H. Boardman häufig Fotos von genau einer Stelle, den Natural Bridges. Schnell wird klar, warum dieser Spot unter Fotografen so beliebt ist. Sieben naturlich entstandene Brücken und bogenförmige, mit Bäumen bewachsene Felsen bilden eine einzigartige Landschaft um diese kleine Bucht. Ich würde sogar sagen, dass die Natural Bridges die Schönheit Oregons wilder Küste in einem einzigen Bild zusammenfassen.

Samuel H. Boardman Scenic Corridor Natural Bridges Samuel H. Boardman Scenic Corridor Natural Bridges

Und nun fragt ihr euch von wo aus sich die Natural Bridges am besten fotografieren lassen? Abhängig von eurem Komfort-Level gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ihr bewundert die Natural Bridges von oben, oder ihr wandert nach unten, um euch die Felsformationen und die brechenden Wellen aus nächster Nähe anzuschauen.

Samuel H. Boardman Scenic Corridor Oregon Coast

Option 1 ist für jederman zugänglich, denn die hölzerne Aussichtsplattform befindet sich direkt links neben der Parkbucht und ist sogar mit Rollstuhl oder Kinderwagen erreichbar. Für Option 2 hingegen solltet ihr genauer abwägen, denn der Weg, der nach unten führt, ist

a) nicht ausgeschildert und somit nicht offensichtlich
b) sehr steil und kann gefährlich werden. Somit also nichts für schwache Nerven

Samuel H. Boardman Natural Bridges

Dennoch ist die Wanderung zu den Natural Bridges in der AllTrails App hinterlegt. Ehrlich gesagt haben mich die Beschreibungen und Bewertungen dort nur noch mehr verunsichert, wie gefährlich die Wanderung tatsächlich ist. Nachdem allerdings jeder über ein anderes Komfort-Level verfügt, wenn es um steile Wanderwege und Höhenangst geht, sollte jeder selbst entscheiden, ob er den Weg nach unten antreten möchte oder nicht. Die Aussagen dort variieren zwischen: ” Ich kann von der Wanderung nur abraten, ist viel zu gefährlich” und ” Die beeindruckendste Aussicht, die ich jemals genossen habe. Die Wanderung lohnt sich, auch wenn mich die Bewertungen hier beinahe davon abgehalten haben.” Um alles etwas in Relation zu setzen und euch einen besseren Eindruck zu geben was euch erwartet, habe ich ein paar Do´s und Don´ts zusammengetragen. Behaltet auch im Kopf, dass sich das Wetter an der Küste sehr schnell ändern kann. Wenn ihr also Zweifel habt, lasst es besser sein!

Samuel H. Boardman Oregon Natural Bridges

Wenn ihr nach unten geht, achtet darauf:

  • Der Weg ist kurz, aber steil
  • Der Weg ist nicht markiert und es stehen keine Geländer oder Seile zur Verfügung, an denen ihr euch festhalten könnt
  • Geht langsam und vorsichtig
  • Haltet euch an den Baumstämmen fest, aber checkt vorher, ob diese auch stabil sind
  • Lockere Steine oder Wurzeln können zu gefährlichen Stolperfallen werden
  • Bei Regen wird der Weg schnell rutschig. Aber auch staubig-trockener Boden kann zur Rutschpartie werden
  • Packt alles in euren Rucksack, sodass eure Hände frei sind und euch keine Gegenstände wie Handy runterfallen können

Wägt ab, ob ihr zu den Natural Bridges runten gehen möchtet, falls:

  • es regnet, matschig und rutschig ist
  • ihr keine Wanderschuhe mit Profil tragt oder ihr nicht trittsicher seid
  • ihr Höhenangst habt
  • ihr wenig bis gar keine Wander-Erfahrung habt
  • ihr euch unsicher fühlt sobald ihr zum steilen Abschnitt gelangt
  • ihr mit Kindern oder Tieren unterwegs seid, die nicht selbstständig nach unten gehen oder euch ablenken können

Falls ihr euch sicher fühlt, werdet ihr nach einer kurzen Wanderung allerdings mit wirklich atemberaubenden und einzigartigen Ausblicken belohnt.

Samuel H. Boardman Scenic Corridor Natural Bridges

Welcher Weg führt also zu den Natural Bridges?

Wenn ihr auf dem Parkplatz steht dem Meer zugerichtet steht, seht ihr die hölzerne Aussichtsplattform zu eurer Linken. Lasst euch von dem Pfad, der von dort aus weiter in den Wald führt nicht irritieren. Wir sind diesem für ca. 15 Minuten gefolgt, ohne weiter nach unten zu gelangen und schließlich wieder umgekehrt. Nach etwas Recherche im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass dieser Pfad zum sandigen “China Beach” führt.

Samuel H. Boardman Scenic Corridor

Wenn ihr also zu den Natural Bridges wandern wollt, müsst ihr den schmalen Pfad nehmen, der rechts von der Parkbucht aus in den Wald führt. Kurz bevor es so aussieht als würdet ihr so nur wieder auf die Straße zurück geleitet werden, müsst ihr links gehen. Und ab diesem Punkt wird der Weg richtig steil. Auch wenn es also nicht danach aussieht als wärd ihr auf dem richtigen Weg, dieser bringt euch zu den Natural Bridges. Eine ausführlichere Beschreibung findet ihr hier. Übrigens auch meine Recherchequelle, nachdem wir den Pfad beim ersten Versuch nicht finden konnten.

Samuel H. Boardman Oregon

Während unseres Roadtrips entlang der Küste Oregons haben wir zwei Nächte in Gold Beach verbracht und hatten somit Zeit Samuel H. Boardman zu erkunden. Im Nachhinein betrachtet ein geschickter Schachzug, denn als wir am Nachmittag des ersten Tages ankamen, war es neblig und es fing gerade an zu regnen. Nachdem wir nicht sicher waren, wo genau sich der bekannte Aussichtspunkt befindet, haben wir unser Glück nicht weiter herausgefordert, sondern am nächste Tag einen neuen Versuch gewagt. Rückblickend war dies die beste Entscheidung, denn es wäre zu rutschig und das Licht sowieso nicht besonders gut gewesen. Als wir den Pfad am nächsten Tag schließlich gefunden hatten, wurden wir mit tollem Wetter belohnt und hatten den Platz mit nur einem weiteren Pärchen für uns alleine. Die Sonnenstrahlen haben sich langsam ihren Weg durch den Morgennebel gebahnt und die Felsen in sanftes Licht gesetzt – eine unbeschreibliche Atmosphäre, die ich nicht hätte missen wollen.

Oregon Coast Roadtrip

Fazit: Wenn es trocken ist und ihr euch einem steilen Auf- und Abstieg gewachsen fühlt, wägt die oben genannten Punkte für euch persönlich ab und entscheidet entsprechend. Umzugekehren ist an dieser Stelle immer eine Option, denn es lohnt sich für kein Foto ernsthaft verletzt zu werden.

Whales Head Beach

“Whaleshead Beach” ist ein weiterer lohnenswerter Stop im Samuel H. Boardman Scenic Corridor und dieser ist wesentlich einfacher erreichbar als die Natural Bridges. Der große Fels, der wie der Kopf eines auftauchenden Wals aus dem Wasser ragt, ist bereits vom Highway 101 und vom “Whaleshead Viewpoint” aus zu sehen. Um die sich im Wasser spiegelnden Felsfomation zu bewundern, lohnt sich allerdings auch der Weg an den Strand.

Samuel H. Boardman Oregon Whaleshead Beach

Wenn ihr ein Auto mit Allrad-Antrieb oder gar einen 4×4 fahrt, könnt ihr sogar bis an den Strand fahren. Aber auch ohne diese Option lohnt der kurze Weg vom Highway 101 aus.

Whaleshead Beach Soth Oregon Coast

Neben dem Arch Rock, Natural Bridges und Whaleshead Beach gibt es noch viele weitere Möglichkeiten die einzigartige Landschaft des Samuel H. Boardman zu erkunden. Thunder Rock Cove, Cape Ferrelo, Indian Sands Trail oder Secret Beach sind nur ein paar Beispiele, die bereits auf der Liste für meinen nächsten Roadtrip stehen.


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Habt ihr schon einmal die Küste Oregons bereist? Was waren eure Highlights? Hat euch der Artikel gefallen, oder sind noch Fragen offen? Lasst mir gerne einen Kommentar da und teilt den Artikel mit euren Freunden!

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Fotoguide Samuel H Boardman
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