Okinawa - Tauchparadies am südlichsten Zipfel Japans
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I am Stefanie, my passion is my passport and travelling makes me smile since I have started exploring the world on my own back in 2007. Since then I have visited almost 40 countries and counting. As a travel enthusiast with a big love for writing and photography, my mission is to share my experiences, individual travel tips and personal insights combined with eye-catching pictures on my Blog and Instagram (German & English). Born in Thuringia,(Germany), I have lived in Würzburg, Cape Town, Frankfurt and Nuremberg. Now Shanghai (China) has become my new travel hub since the beginning of 2018. Just click to find out more about my person, the blog and my references.

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Denkt man an Japan, denkt man an rohen Fisch und kräftige Nudelsuppen, an Skylines, Karaoke-Bars und Manga, an Futon-Betten und Tatami-Matten. Doch denkt man bei Japan auch an traumhafte Tauchreviere, tiefblaues Wasser und weiße Sandstrände? Nicht unbedingt. Wer nach Japan kommt, um sich sportlich zu betätigen, kommt meist, um in den japanischen Alpen Ski zu fahren oder den Mount Fuji, Japans höchsten Berg zu erklimmen. Aber Tauchen? Nunja, um das japanische Unterwasser-Eldorado zu entdecken, muss man seinen Blick etwas von den nördlichen Hauptinseln lösen und schon fast bis nach Taiwan spähen. Denn genau dort liegt Okinawa, die südlichste Präfektur des ostasiatischen Staates. Mehrere Inselgruppen liegen verstreut im Pazifischen Ozean und dehnen sich ca. 500 km südwestlich der japanischen Hauptinsel Kyūshū bis 125 km vor die Küste Taiwans aus.

Okinawa - Tauchparadies am südlichsten Zipfel Japans

Okinawa ist Synonym für Badeurlaub, Südsee-Flair, vorgelagerte Korallenriffe, einsame Inseln, viel Natur und wenig Lärm. Ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Und genau hier liegt unser Urlaubsidyll am Ende einer zweiwöchigen Rucksack-Reise durch das Land der aufgehenden Sonne: Aka-Jima.

 

Aka-Jima – idyllische Einsamkeit & Südseeflair

Okinawa - Tauchparadies am südlichsten Zipfel Japans

Aka-Jima gehört zu den Kerama Islands, die sich nur 30 km von der Hauptinsel Okinawas – Okinawa-Hontō befinden. Innerhalb einer Stunde erreicht man die Inselgruppe per Speed-Boot von Naha aus, der Hauptstadt Okinawas. Und eine Stunde Bootsfahrt reicht definitiv aus, um sich wie in einer anderen Welt zu fühlen.

Okinawa - Tauchparadies am südlichsten Zipfel Japans

Marine House SeaSir – Tauchstation und Guesthouse

Wir sind zum Tauchen hier und zum Entspannen, aber eigentlich zum Tauchen. Deshalb haben wir drei Nächte in der Tauchbasis Marine House SeaSir gebucht und es nicht bereut. Hier hat man alles in einem: erfahrende Tauchguides, die Möglichkeit Tauchequipment zu leihen, Tauchausflüge zu buchen sowie eine Guesthouse-ähnliche Unterkunft mit Vollverpflegung – und diese ist wichtig, denn Restaurants, Cafés oder Supermärkte gibt es auf der kleinen Insel kaum. Auf drei Stockwerke verteilen sich die Zimmer im japanischen und westlichen Stil und abschließend befindet sich auf dem Dach eine Sonnenterrasse mit Jacuzzi, die manchmal auch einfach nur zum BBQ am Ende eines intensiven Tages genutzt wird.

Marine House SeaSir Aka Okinawa

Marine House SeaSir Aka Okinawa

Hier ist einfach alles auf´s Tauchen ausgerichtet: Zwischen 7 und 8 Uhr steht das Frühstücksbuffet bereit, danach geht es zu den ersten Tauchausflügen. Zum Mittag kehrt man wieder zurück und darf sich am Mittagsbuffet bedienen, bevor am Nachmittag die zweite Runde Tauchgänge auf einen warten. Auch abends wird nicht lange gefackelt: Abendessen zwischen 17 und 18 Uhr. Wer zu spät kommt, hat Pech. Aber hier kommt niemand zu spät… Denn diese frisch zubereiteten Köstlichkeiten lässt man sich nicht entgehen.

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Kein Wunder also, dass die Gäste im Marine House SeaSir fast ausschließlich Taucher sind. Natürlich kommt hier trotzdem nicht jeder, um tagein, tagaus nonstop zu tauchen. Das super kompetente Team stellt deshalb die Tauchpläne individuell zusammen, sodass jeder auf seine Kosten kommt, die Tauchzeiten ausgewogen sind und die Gruppen gut zusammenpassen.

 

Tauchen vor den Kerama Islands

Los geht es also auch für uns zu insgesamt drei Tauchgängen mit der Crew von SeaSir.

Okinawa - Tauchparadies am südlichsten Zipfel Japans

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Das Wasser ist hier unheimlich klar und von bunten Papageien-, Anemonen- und Schwarmfischen bis zu Seeschlangen gibt es hier viel zu entdecken. Doch wer etwas Außergewöhnliches sucht, sollte die Augen etwas weiter offen halten und dann hat man sogar das Glück fast unsichtbare Kreaturen, wie diese Leopardenflunder oder diesen Steinfisch zu entdecken.

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Aka-Jima ist auch bekannt für Meeresschildkröten. Doch um diese zu entdecken, muss man gar nicht weit aufs Meer hinaus fahren oder tief abtauchen. Direkt am kleinen Strand neben dem Hafen sind angeblich fast ein Dutzend der Meeresbewohner beheimatet. Ein Sprung ins Wasser und etwas Geduld lassen mit hoher Wahrscheinlichkeit die ca. 1 Meter großen Tiere direkt vor einem erscheinen. Schnorcheln mit wilden Meeresschildkröten gehört definitiv zu meinen Highlights. Ich könnte Stunden damit verbringen ihnen beim Auf- und Abtauchen, Schwimmen und Fressen zu beobachten. Und tatsächlich hätten wir an diesem besagten Tag fast das Abendessen verpasst…

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Zu Fuß einmal um die Insel

Den nächsten Tag nutzen wir, um die kleine Insel Aka-Jima über Wasser zu erkunden. Außer dem kleinen Anlegehafen, einigen Tauchbasen, einem Tante-Emma-Laden, und zwei bis drei kleinere Restaurants gibt es auf Aka-Jima anders als auf der benachbarten Zamami-Jima vor allem Natur.

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Zwei Straßen führen über die Insel, der Rest ist Sand und tiefgrüner Wald. Eigentlich kann man sich hier nicht verlaufen… Eigentlich! Wir können schon. Anstatt zum Nishibama Beach zu spazieren, haben wir aus Versehen den ca. zweistündigen Weg zum Aussichtspunkt gewählt. Anstatt kühlem Nass kämpfen wir also erstmal mit tropfendem Schweiß. Doch jede Anstrengung lohnt sich und so genießen wir auf dem Weg herrliche Ausblicke auf traumhafte Buchten, an denen weit und breit keine Menschenseele zu finden ist.

Okinawa - Tauchparadies am südlichsten Zipfel Japans

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Irgendwie müssen wir also dort hinunter kommen. Auch wenn kein Pfad zu diesem Strand führt, wir bahnen uns unseren Weg durch dichtes Geäst und werden schließlich mit einem einsamen Sandstrand mit vorgelagertem Riff belohnt.

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Rauf also mit Taucherbrille und Schnorchel und rein ins kühle Nass! Aus einem erholsamen Tag wird also doch wieder ein kleines Abenteuer.

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Den Nachmittag nutzen wir schließlich noch, um die richtige Abzweigung zum Nishibama Beach zu nehmen und werden auch hier nicht enttäuscht.

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Trotzdem: Mit unserem einsamen Strand können Kiosk und Sonnenschirme nicht mithalten. Und so verlassen wir nach drei Tagen Ruhe, Einsamkeit, tollen Tauchgründen, dem frischesten Fisch, absolut zuvorkommenden und kompetenten Gastgebern das Südsee-Idyll Japans: Okinawa.

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