Inselhopping Kykladen: Von Athen durch´s Ägäische Meer

In diesem Sommer habe ich mich aufgemacht nach Griechenland. Ein Land, das bei den deutschen Urlaubern zu den beliebtesten gehört. Die Entscheidung, wohin es genau gehen soll, fällt schwer bei einer Auswahl von insgesamt 6.000 Inseln. Ein erholsamer Urlaub soll es werden für mich und meinen Freund, aber nur Ausruhen und nichts tun, das steht für uns beide nicht zur Debatte. Wir wollen auch etwas erleben. Entschieden haben wir uns letztendlich für die Kykladen. Eine Inselgruppe südlich von Athen, deren blau-weiße Architektur die Farben der Landesflagge aufgreift.

Unsere Reise startet in Athen. Mit Aegean Airlines geht es in drei Stunden direkt von Frankfurt in die griechische Landeshauptstadt. Per Express-Bus zum Sýntagma-Platz und von dort mit dem Taxi zum Hotel Novus City. Ausgewählt haben wir das Hotel wegen der Dachterrasse, von der aus man direkt zur Akropolis blicken kann. Und sie hält, was sie verspricht:

Griechenland Athen

Wir heißen den Griechenland-Urlaub mit Ouzo willkommen. Jamás!

Einige Bekannte haben mit dem Kopf geschüttelt, als ich erzählt habe, wo unsere Reise hingeht. Nicht etwa wegen der Befürchtung, in Athen seien wir nicht willkommen, sondern wegen der Hitze. Wie kann man bloß im August nach Athen fliegen und sich bei glühender Sonne die architektonischen Wunderwerke griechischer Kultur anschauen? Ich weiß genau warum: Ich liebe es Fotos zu machen, ohne dass mir ständig 20 bis 30 mit Sonnenhüten bedeckte Köpfe vor die Linse laufen. Athen im August ist großartig!

Und so haben wir uns innerhalb von zwei Tagen die Akropolis, Diónysos-Theater, Nike-Tempel, den Tempel des Olympischen Zeus, den Tempel des Hephaistos, die Griechische Agora und das alte Olympiastadion angeschaut. Natürlich gut bewaffnet mit Sonnencreme und Kopfbedeckung.

Athen Akropolis
Akropolis
Athen Tempel des Zeus
Tempel des Zeus
Athen Olympia Stadion
Olympia Stadion

Athen

Auch der Monastiraki-Platz mit seinem Flohmarkt, die Ermou-Straße für ein bisschen Shopping zwischendurch sollten nicht fehlen. Wer von der Akropolis nicht genug bekommen kann und vielleicht keine so tolle Dachterrasse zur Verfügung hat, kann in der Adrianou-Straße lecker essen und dabei den Blick auf die beleuchtete Akropolis genießen.

Athen

Athen Akropolis

Unbedingt sehenswert ist auch das neue Akropolis-Museum. Im Juni 2009 eröffnet, bildet es eine perfekte Symbiose zwischen moderner und antiker Architektur. Ich muss zugeben, die Ausstellungsstücke im Museum waren für mich gar nicht so interessant, die Architektur des Museums schon. Das oberste Stockwerk ist komplett mit einer Glasfassade umgeben und eröffnet einen wahnsinns Ausblick auf die Akropolis. Der antike Palast verschmilzt mit der modernen Architektur, sodass das Gefühl entsteht, eins zu sein mit der Geschichte und der modernen Stadt Athen.

Akropolis Museum Athen

Erschöpft und voller toller Eindrücke zugleich verlassen wir nach zwei Tagen die griechische Hauptstadt und begeben uns auf´s Meer. Von Piräus-Hafen, dem größten Seehafen Griechenlands, nur zehn Kilometer von Athen entfernt, ist es ein Kinderspiel die Inselgruppe der Kykladen zu bereisen. Zahlreiche Fährverbindungen steuern die kleinen und großen Kykladen-Inseln an. Man hat also die Qual der Wahl. Für die knapp zwei Wochen, die uns an Zeit zur Verfügung steht, haben wir uns für vier Inseln entschieden: Náxos – die Vielfältige, Íos – die Ungehaltene, Folégandros – die Unbekannte und schließlich die Perle Santoríni. Die Fährverbindungen vorab gebucht, das gibt uns Entspannung. Denn eins steht fest: Die Kykladen sind beliebt und das nicht ohne Grund. Ohne Reservierung sollte man im August lieber nicht versuchen spontan Übernachtungsmöglichkeiten aufzutun.

Von Piräus starten wir also nach Náxos, die größte Kykladen-Insel. Die Fahrt auf der riesigen Fähre dauert ca. 5,5 Stunden. Vorbei geht es an Kreuzfahrtschiffen, die nicht wesentlich größer sind als unser Koloss, in dessen Bauch ganze Auto-Kolonnen und LKWs passen.

Blue Star Ferry NaxosMeine erste Fahrt auf so einem riesigen Schiff. Einen Stopp legen wir auf Páros, der Nachbarinsel, ein. Einige Passagiere steigen aus, andere ein. Auf Náxos verlassen wir die Fähre, die weiter fährt bis nach Santoríni. Es ist ein fast beängstigendes Geräusch, als sich während der Fahrt noch die Heckklappe öffnet und langsam nach unten bewegt. Menschenmengen stehen bereit mit Ihren Koffern und Autos das riesige Gefährt zu verlassen. Es dauert ein paar Minuten bis sich schließlich hinter der Klappe das blaue Meer und der kleine Hafen von Náxos auftun.

Weiterlesen: Naxos – die Vielfältige

4 Kommentare
  1. Hi,
    blöde Frage – aber da ich fast das gleiche machen möchte jetzt im Juli, magst Du mir kurz schreiben, dass ich deine Emailadresse habe? Habe ein paar wichtige Fragen zur Planung. Das Wäre echt klasse! Danke und liebe Grüße, Carina

  2. Hallo,

    da wir momentan eine ähnliche Reise planen, wollte ich fragen, ob ich mich ebenfalls unter der obigen Mailadresse melden kann.
    Wäre super! Viele Grüße, Rahel

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