Bietet Antwerpen mehr als Mode und Diamanten?
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I am Stefanie, my passion is my passport and travelling makes me smile since I have started exploring the world on my own back in 2007. Since then I have visited almost 40 countries and counting. As a travel enthusiast with a big love for writing and photography, my mission is to share my experiences, individual travel tips and personal insights combined with eye-catching pictures on my Blog and Instagram (German & English). Born in Thuringia,(Germany), I have lived in Würzburg, Cape Town, Frankfurt and Nuremberg. Now Shanghai (China) has become my new travel hub since the beginning of 2018. Just click to find out more about my person, the blog and my references.

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Straßenlaternen inmitten einer vierspurigen Autobahn, Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen 90 und 120 km/h, Warnschilder mit der Aufschrift “Werken in Bruges”, “tot Kennedeytunnel” – das sind die ersten Eindrücke, die an uns vorbeiziehen. Wir  befinden uns in Belgien auf der E40 Richtung Antwerpen, unserem ersten Stopp auf unserem Roadtrip durch Belgien. Weitere merkwürdige und witzige Begegnungen sprachlicher Hinsicht sollten auf unserer Tour von Antwerpen, über Gent bis nach Brügge und an die belgische Nordsee-Küste folgen. Irgendwie erinnert mich die Sprache ein kleines bisschen an daheim. Immer wieder begegnen mir Ausdrücke, deren Bedeutung ich sofort identifizieren kann und mich zum Schmunzeln bringen. Allen voran “Kaas” 🙂 Von belgische “Bieren en Kaas über “Kaas muisje” auf dem Exotischen Markt in Antwerpen bis zum “Kaasmarkt” in Brügge. Kaas ist einfach überall.

Doch nun von vorne: Wir fahren also für eine Woche nach Belgien, um die flämischen Städte Antwerpen, Gent und Brügge in Ruhe zu erkunden. Von Frankfurt aus wären die Städte auch gut als Wochenendtrip machbar – auch die Anreise mit dem Zug ist unproblematisch, da die Städte nicht weit voneinander entfernt und gut miteinander verbunden sind. Doch wir wollen uns die drei flämischen Schwestern etwas genauer ansehen und flexibel sein. Außerdem wollen wir am Ende noch einen Abstecher an die belgische Nordseeküste machen. Darüber hört und liest man nicht viel, im Gegensatz zu Antwerpen, Gent und Brügge, von denen Besucher gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus kommen. Da stellt sich mir die Frage: Gibt es an der belgischen Nordseeküste so rein gar nichts zu entdecken oder werden wir auf den absoluten Geheimtipp treffen? Wir werden sehen.

Hier erst einmal meine Must-Sees und Tipps für Antwerpen:

Diamanten-Viertel:

Antwerpen ist neben Fashion-Metropole auch noch Weltzentrum des Diamantenhandels. Unter der Woche werden im “Diamantkwartier” rund um den Hauptbahnhof 80% aller Rohdiamanten und 50% aller bearbeiteten Steine gehandelt. Das ist auch der Grund, warum der Bezirk am Wochenende etwas ausgestorben wirkt. Allerdings auch der Grund, warum sich für einen Kurztrip nach Antwerpen eher das Wochenende empfiehlt. Hotels und andere Unterkünfte sind am Wochenende günstiger zu haben, genau umgekehrt ist es beispielsweise in Brügge.

Bahnhof Antwerpen

Auch wenn wir nicht mit dem Zug angekommen sind, erkunden wir als erstes den prunkvollen Bahnhof, dessen Eingangshalle eher an einen Palast als an eine Bahnhofshalle erinnert und von den Bewohnern Antwerpens liebevoll Eisenbahnkathedrale genannt wird.

Jüdisches Viertel:

Nicht weit vom Diamantenkwatier entfernt befindet sich das jüdische Viertel Antwerpens. Das ist nicht verwunderlich, denn in Antwerpen lebt die größte Gemeinde orthodoxer Juden Nordeuropas. Auch wenn der Diamantenhandel mittlerweile mehr in indischer als in jüdischer Hand ist, lohnt sich ein Bummel durchs jüdische Viertel. Denn hier begegnet man traditionell gekleidete Juden mit langen Bärten und Zöpfen. Auf jeden Fall ein alternativer Spaziergang.

Jüdisches Viertel Antwerpen

Shopping:

Wer auf seiner Tour durch Flandern aufs Shoppen nicht verzichten möchte, sollte gleich in Antwerpen zuschlagen. Denn in Gent und vor allem im Brügge gibt es neben Souvenirs nur Schokolade und Klöppelspitze zu erstehen. Einkaufsstraßen in Antwerpen befinden sich größtenteils im Modeviertel rund um die Nationale Straat. Die größte Einkaufsstraße Antwerpens ist die Meir, die nicht nur durch die großen Ladenketten, sondern auch ihre Prachtbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert punktet.

Lomographie Antwerpen

In der Kammenstraat findet man hauptsächlich Outlet- und Vintageläden: Am Samstag lohnt sich zudem der Besuch des Exotischen Marktes auf dem Theaterplein.

Sehenswertes in der Stadt:

Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Stadtzentrum Antwerpens, sind zu Fuß gut zu erreichen und innerhalb eines Tages locker zu schaffen. Allen voran der Groote Markt mit seinen prächtigen Gildehäusern, dem Rathaus und dem Brabobrunnen, der Stadsfeetszaal, die Onze-Lieve-Vrouwekathedraal, das Theaterviertel Quartier Latin mit dem Rubenshaus – Wohn- und Wirkungsstätte des berühmten Malers etc.

Groote Markt Antwerpen
Groote Markt mit Brabobrunnen
 Onze-Lieve-Vrouwekathedraal Antwerpen
Onze-Lieve-Vrouwekathedraal

Nicht ganz so spektakulär, aber dennoch einen Abstecher wert: die Schelde.

Schelde Antwerpen

Tipp: Der Hendrik Conscience Platz, ein kleiner Platz inmitten der Stadt unweit des Eiermarktes, der zu einer kleinen Ruhepause einlädt.

Hendrik Conscience Platz Antwerpen

Tipp: Das Kunst- und Stadtmuseum “Museum Aan de Stroom – MAS” im alten Hafengebiet und jetzigem In-Viertel “Eilandje”, was so viel heißt wie Inselchen.

MAS Antwerpen

Das Museum ist von außen ein spektakulärer Neubau und hat einen Vorteil: Kostenfrei kann man mit den Rolltreppen bis auf die oberste Plattform fahren und hat von dort einen grandiosen Panorama-Blick auf Antwerpen mit historischem Stadtkern und Hafen.

MAS Anwerpen

Essen und Trinken:

An Fritten und belgischen Waffeln kommt man in ganz Belgien nicht vorbei. Auch wenn die Belgier frühe Mittag- und Abendesser sind und die meisten Restaurants nur bis 22 Uhr Essen servieren: Fritten gibt es danach immer zu finden, unschwer zu erkennen an der Leuchtreklame “Frituur”

Antwerpen Frituur

Ebenfalls äußerst beliebt in ganz Belgien: Mosselen – Miesmuscheln in sämtlichen Ausführungen, natürlich ebenfalls mit Fritten. Und da das hier jeder isst, haben wir es auch probiert. Obwohl ich Meeresfrüchte sehr gerne mag, konnte ich mich mit Muscheln bisher nicht unbedingt anfreunden. Aber komm, Mosselen an jeder Ecke, was soll´s. Fazit: Nicht schlecht, aber meiner Meinung nach überbewertet. Wer es probieren will, sucht sich einfach ein ansprechendes Restaurant aus. Die Preise variieren nur minimal und wählbar sind die Muscheln immer “au naturel”, mit Knoblauch “en knoblook” oder “à la provencales”, manchmal gibt es auch ausgefallenere Varianten mit Curry.

Mosselen

Ein viel besserer Tipp ist hingegen das “Falafel tof“, ein kleiner Falafel-Laden, den wir zufällig entdeckt haben. Er befindet sich unauffällig in der Hoogstraat 32, einer kleinen Seitenstraße abseits der “Mosselen”-Restaurants, die sich im Zentrum dicht an dicht drängeln. Das Besondere: Man bekommt sein Falafel-Sandwich mit Falafel-Bällchen und grünem Salat und stellt sich alle weiteren Zutaten wie frische Möhren, Oliven, Kichererbsen, rote Beete etc. und weitere Saucen selbst zusammen.

Falafel tof AntwerpenFalafel Tof Antwerpen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dazu gibt’s auch keine Fritten, sondern frisch zubereitete Kartoffelecken und hausgemachte Dips. Das beste Falafel-Sandwich, das ich seit langem gegessen habe!

Weiter geht die Reise nach Gent – Bericht folgt. Alle Fotos zu Antwerpen in der Galerie.

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