Aufstieg auf Lomboks Feuerberg: 3 Tages-Tour Mount Rinjani
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I am Stefanie, my passion is my passport and travelling makes me smile since I have started exploring the world on my own back in 2007. Since then I have visited almost 40 countries and counting. As a travel enthusiast with a big love for writing and photography, my mission is to share my experiences, individual travel tips and personal insights combined with eye-catching pictures on my Blog and Instagram (German & English). Born in Thuringia,(Germany), I have lived in Würzburg, Cape Town, Frankfurt and Nuremberg. Now Shanghai (China) has become my new travel hub since the beginning of 2018. Just click to find out more about my person, the blog and my references.

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Packst du den Kili, packst du sie alle! Weit gefehlt! Warum der Feuerberg Lomboks eine Kategorie für sich darstellt.

Wir stehen am Fuße des Mount Rinjani, dem zweithöchsten Vulkan Indonesiens. Von Sembalun Village auf 1.150 Höhenmetern gelegen geht es los, unser Aufstieg auf den Feuerberg von Lombok. An nur einem Tag führt unsere Tour hinauf zum Kraterrand auf 2.639 Metern, um dort unser Zelt für die Nacht aufzuschlagen. Nach einer kurzen Ruhepause soll es dann vom Camp aus auf den 3.726 Meter hohen Gipfel und zurück zum Camp gehen. Nach kurzer Stärkung und PowerNap dann weiter auf die andere Seite des Kraterrandes, zum Camp Senaru auf 2.671 . Auf dem Weg dorthin locken der Kratersee und die darum liegenden heißen Quellen mit heilender Wirkung. Und an Tag 3 wartet der Abstieg vom 3,641 Meter hoch liegenden Camp nach Senaru. Ein Rundwanderweg mit knapp 6.000 Höhenmetern in 3 Tagen und zwei Nächten. Klingt sportlich, und das ist es auch!

Rudy Trekker Trekking Route
Rudy Trekker Trekking Route

Doch Rudy von Rudy Trekker erläutert uns die Zwischenstationen im Handumdrehen und wirkt zuversichtlich, dass wir das Pensum packen – auch wenn wir am Ende wie geplant die letzte Fähre von Lombok nach Bali um 15 Uhr schaffen wollen und davor noch ca. 2 Stunden von Senaru zum Hafen fahren müssen. Das war gestern Nacht. Heute stehen wir früh morgens um halb acht bei 30 Grad am Fuße des mächtigen in der Sonne glänzenden Rinjani und schauen mit Bewunderung und Ehrfurcht zu ihm empor.

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Los geht also unser Trekking-Abenteuer mit Rudy Trekker. Unser Guide André führt uns beide sowie unseren chinesischen Mitstreiter auf den Feuerberg.

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Die ersten 2 Stunden wandern wir auf einem schmalen Trampelpfad leicht bergauf durch dichtes Gras. Es ist heiß und nachdem wir ein kurzes Waldstück durchquert haben, prallt die Sonne auf uns herab. Die geplanten Rastplätze erreichen wir schnell und gegen Mittag gelangen wir ins Camp Pada Balong, wo unsere Träger bereits dabei sind unser Mittagessen zuzubereiten.

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Nach ungefähr vier Stunden Fußmarsch bin ich auch schon ganz schön hungrig und genieße das frisch zubereitete nahrhafte Lunch: Salat mit Knoblauchbrot, Hähnchen mit Reis, frischem Gemüse und Ei, sowie Obst als Nachtisch sind genau das Richtige, um unseren Körpern wieder Energie zu geben.

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Doch plötzlich zieht Nebel auf und hüllt den Rinjani in dicke Wolken. Es beginnt zu regnen, wenig später verziehen sich die Regenwolken wieder, aber es bleibt wolkig und an diesem Tag werden wir den Gipfel des Rinjani nicht mehr zu Gesicht bekommen.

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Vielleicht ist das auch besser so, denn von nun an geht es zunehmend steiler bergauf und das Tagesziel ist noch weit entfernt. Aber 1.500 Höhenmeter zu überwinden ist schließlich auch kein Kinderspiel.

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So steigen wir immer weiter bergauf, ohne genau zu wissen wohin uns unsere Füße heute noch tragen sollen. Der Nebel kommt zurück und umhüllt uns mit feuchter, kühler Luft. Doch wir gehen so steil bergauf, dass wir schwitzen und nicht sicher sind, ob die Perlen auf unserer Haut Nieselregen oder Schweißperlen sind. Spätestens jetzt sind die Erinnerungen an unser Kilimandscharo-Abenteuer im letzten Jahr so präsent wie selten zuvor. Doch wir gehen weiter. André spricht uns Mut zu: “Nur noch dieser Hügel und dann ein letztes steiles Stück, dann seid ihr am Ziel.” Gut, dass wir zu diesem Zeitpunkt durch die dichten Nebelschwaden nicht sehen können, wie weit es tatsächlich noch ist. Beim Abstieg am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein sollte uns das erst richtig bewusst werden.

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Die letzten Höhenmeter liegen nun vor uns und wir laufen im Zick-Zack die letzten steilen Meter nach oben, bis wir kurz vor Dämmerung endlich am Kraterrand des Mount Rinjani auf 2,639 Metern Höhe ankommen. Wir haben es geschafft! Glücklicherweise verziehen sich in den nächsten Augenblicken die Wolken und uns eröffnet sich der erste atemberaubenden Blick über den Kratersee des Feuerbergs.

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Doch kaum stehen wir 5 Minuten ohne uns bergauf zu bewegen, wird uns schlagartig kalt. Nun sind wir nur noch wenige Meter von unserem Nachtlager entfernt.

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Direkt am Kraterrand werden wir die nächsten Stunden verbringen, bevor wir den Aufstieg zum Gipfel wagen werden. Nachdem wir den kompletten Tag aus allen Poren geschwitzt haben, freuen wir uns nun auf heißen Tee und Hühnersuppe.

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